para-reality

Ausstellungsdauer: 9.–31.7.22
Eröffnung: 8.7.22 um 18 Uhr

Künstler:innen
Jantje Almstedt, Kinga Kiełczyńska, Benedikt Lübcke und Ivon Kim

Veranstaltungen:
– Performance Kistennebel von Benedikt Lübcke, 8. 7.22 um 19 Uhr
– Spritz und Talk, samstags 16–18 Uhr (9.7., 16.7, 23.7, 30.7.)

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Im Juli startet die PUTTE mit dem Programmzyklus unboxing realities. Vier Episoden widmen sich über ein Jahr hinweg der Frage, auf welchen Annahmen und Konstruktionen die Erzählung unserer Wirklichkeit beruht.

In der ersten Episode para-reality verschmelzen utopische und dystopische Bilder und hinterlassen Spuren unbekannter Gegenwarten.

Aus was setzen sich unsere inneren Bilder zusammen und wie kann es uns gelingen, uns von äußeren Erzählungen frei zu machen?

Ein Entwurf spekulativer Realitäten birgt den Versuch in sich, sich von der Gegenwart zu lösen, um unbekannte Blickwinkeln auf die Erzählung unserer Wirklichkeit entstehen zu lassen. para-reality zeigt künstlerische Positionen, die eigene Projektionen auslösen, um persönliche Betrachtung miteinzubeziehen.

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Jantje Almstedt
Die Installationen aus körpergroßen Objekte von Jantje Almstedt erschaffen wundersam und absurd erscheinende neue Realitäten. In ihrer Arbeit „Default Mode Network“ lädt sie die Betrachter:innen ein, sich in einen Zustand der Tagträumerei zu begeben. Ein rosa Keramikhülle bietet einen Raum an, der nur im Liegen erkundet werden kann. Default Mode Network bezeichnet ein Netzwerk unterschiedlicher Regionen im menschlichen Gehirn, die beim Nichtstun aktiviert werden.

Jantje Almstedt (*1988 Dagobertshausen) studierte Kommunikationsdesign und Plastik/Keramik an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule in Halle. 2018 schloss sie ihr Studium mit dem Diplom ab. Sie lebt und arbeitet in Leipzig.

Kinga Kiełczyńska
Pflanzen schreibt Kinga Kiełczyńska in ihren Anbieten ein aktives, selbstbestimmtes Handlungspotenzial zu. Inspiriert von dem Buch „Die Welt ohne uns“ von Alan Weisman kreiert die Videoarbeit „Courtesy of Infinity“ eine Welt ohne Menschen, in der sich die Natur die von Menschen besetzten Räume zurückerobert.

Kinga Kiełczyńska (*1972 Warschau) studierte am Sandberg Institute, Amsterdam sowie an der Gerrit Rietveld Academie, Amsterdam. Ihre multidisziplinäre Kunstpraxis reflektiert die Beziehung zwischen Mensch und Natur. Der Ausgangspunkt für diese Betrachtung ist das ökologische Engagement der Künstlerin. Zu ihren Medien gehören Video, Zeichnung, Text und Installation. Mehrere ihrer Projekte drehen sich um den Białowieża-Wald in Polen, der zum UNESCO-Welterbe gehört. Sie wird von der Exil-Galerie in Wien vertreten.

Benedikt Lübcke + Ivon Kim

Die Arbeiten von Benedikt Lübcke zeichnen sich durch ein zartes Gespür für den kontrastierenden Einsatz von Materialien aus. Seine Skulpturen, Installationen und Interventionen scheinen Augenblicke festzuhalten. Ivon Kim reagiert in ihren Installationen und skulpturalen Arbeiten behutsam auf unsere alltägliche Umgebung und schafft eine zarte Verschiebung unserer Wahrnehmung.
Die gemeinsam entwickelte Arbeit 21g lehnt sich an die Theorie von Duncan MacDougall an, nach der die Seele eines Menschen 21 Gramm wiegt.
Zur Eröffnung zeigt Benedikt Lübcke zudem seine Performance „Kistennebel“ im Hinterhof der Putte.

Benedikt Lübcke (*1998 Hamburg) studiert aktuell in der Klasse von Prof. Elisabeth Wagner an der Muthesius Kunsthochschule Kiel. 2022 absolviert er ein Semester an der Kunsthøgskolen in Oslo.

Ivon Kim (*1991) studierte zunächst Malerei und Design an der Chosun University in Gwangju (Südkorea). Seit 2017 studiert sie an der Muthesius Kunsthochschule Kiel, aktuell im Master in der Klasse von Prof. Andreas Greiner.