Thomas Geiger – Fallen

Ausstellungsdauer: 4.7. – 26.7.2020

Performance Fallen: Fr, 3.7.2020 um 19:30 Uhr (Wichtig!! Die Performance findet im Donaubad – Wiblinger Straße 55, 89231 Neu-Ulm – statt.)

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt! Bitte melden Sie sich direkt bei der Künstlerischen Leiterin Carolina Pérez Pallares an.

Eröffnung: Sa, 4.7.2020 um 10 Uhr

Öffnungszeiten: Fr, 16-20 Uhr, Sa+So: 14-18 Uhr (Die PUTTE ist unter Einhaltung der üblichen Hygienemaßnahmen zu besuchen. Die Personanzahl in den Räumen wird beschränkt.)

 

Thomas Geiger – Fallen

Thomas Geiger, ist ein in Wien lebender interdisziplinärer Künstler, dessen Arbeiten Performance, Skulptur und Sprache nutzen, um daraus fragmentarische Bühnen und spielerische Situationen zu erzeugen. Sie bewegen sich an der Schnittstelle von öffentlichen und privaten/institutionellen Räumen, wo Geiger Berührungspunkte mit unterschiedlichen Formen von Öffentlichkeit schafft. Inhaltlich taucht in Geigers Werk immer wieder die Frage auf, wie vergangene  Ereignisse in der Gegenwart wiederholt werden können, damit sie hier ihr Potential und ihre Wirkung neu entfalten können.

Auch in seiner neuen Performance Fallen widmet sich Geiger dieser Reaktivierung. Und wie so oft, findet die Performance nicht in einem Ausstellungsraum statt, sondern an einem weitaus öffentlicheren Ort, dem Donaubad. Hier versammelt Geiger eine Vielzahl bekannter „Künstlerstürze“, denn in der Kunstgeschichte ist der fallende Mensch, oder besser gesagt der fallende Künstler, ein immer wiederkehrendes Thema. Einige dieser Werke wurden zu echten Ikonen, wie etwa Yves Kleins eleganter Sprung aus dem Fenster (Leap into Void, 1960). Ganz nebenbei hat jeder dieser Künstler eine individuelle Ästhetik des Fallens geschaffen. Geiger verhilft diesen Stürzen im Donaubad nicht nur zu neuem Glanz, sondern macht sich auch auf die Suche nach der ambivalenten Anziehungskraft des Fallens und nach der Frage, warum es nur männliche Künstler sind, die fallen?

 

Kurzvita

Thomas Geiger studierte Freie und Interdisziplinäre Kunst an den Kunstakademien in Karlsruhe und Tallinn. Gegenwärtig arbeitet er an Projekten mit der Kunsthalle Wien, den Wiener Festwochen und dem steirischen herbst. In den letzten Jahren realisierte er u. a. Einzelausstellungen und Performances mit dem Kunstverein Langenhagen, Museum Tinguely in Basel, Simultanhalle in Köln, Despacio in San José, Costa Rica, Fondation d‘entreprise Ricard in Paris oder beursschouwburg in Brüssel.