In Kooperation zwischen dem PUTTE Projektraum für aktuelle Kunst und dem Mobilen Atelierprogramm des BBK Bayern verlegt die Künstlerin Sanna Reitz für zwei Monate ihr Atelier in die PUTTE. Begleitend zu ihrer Arbeit wird sie partizipative Angebote durchführen, die auf der Website angekündigt werden. Während ihres Aufenthalts beschäftigt sich Sanna Reitz mit den Begriffen Heimat und Natur und deren sozialen, politischen und ökologischen Dimensionen in Neu-Ulm und der Region.
Was ist Heimat – ein Ort der Herkunft, ein Gefühl der Zugehörigkeit oder ein Sehnsuchtsort? Wer entscheidet darüber, wer oder was zur Heimat gehört? Der heute wieder hochaktuelle und zugleich polarisierende Begriff wird häufig zur Projektionsfläche einer vermeintlich heilen Welt und zum Sehnsuchtsort, seltener jedoch zum Gegenstand kritischer Reflexion.
Welche Landschaften und ökologischen Landmarken prägen unser Verständnis von Heimat? Und wie hat sich das Bild von Heimat in Neu-Ulm und der Region über die Jahrzehnte verändert? Diesen Fragen geht Sanna Reitz während ihres Aufenthalts gemeinsam mit Menschen vor Ort nach.
Sanna Reitz (*1985 in Kaiserslautern) setzt sich in ihrer künstlerischen Arbeit mit Landschaftsbildern, Naturverständnissen und deren kulturellen Prägungen auseinander. Scheinbar unberührte Naturräume – Berge, Täler, Wiesen, Wälder – werden von ihr als Projektionsflächen gesellschaftlicher Vorstellungen betrachtet. Sie untersucht Landmarken, die Grenzen zwischen Natur und Kultur markieren oder auflösen, und ironisiert die menschliche Anstrengung, Natur zu hegen, zu pflegen, zu ordnen, zu bewahren und zugleich zu zerstören.
Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt. Sie erhielt Förderungen und Stipendien u. a. von der Stiftung Kunstfonds, der Christoph Merian Stiftung und dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.
Instagram: @sannareitz
Website: https://sannareitz.com/