Die Ausstellung befasst sich mit den Folgen des Klimawandels und fragt nach deren Auswirkungen auf künstlerische Praxis und Ausstellungsräume. Vor kurzem wurde bekannt, dass die Insel Tuvalu voraussichtlich das erste Land der Welt sein wird, dass aufgrund von Überflutungen unbewohnbar wird. Ausgehend von diesem aktuellen Fall fragt die Ausstellung, wie die PUTTE in einer überfluteten Zukunft erlebbar wäre. Die PUTTE wird in ein spekulatives Zukunftsszenario überführt, in der der Boden mit einer flachen Wasserschicht bedeckt ist und den Raum in einen überfluteten Zustand versetzt.
Die künstlerischen Arbeiten der drei Künstler:innen setzen sich mit dem Verschwinden von Orten, Kulturen und Ökosystemen auseinander und reagieren auf die wasserbasierte Architektur des Raums. Vor dem Hintergrund anhaltender Debatten um Nachhaltigkeit stellt die Ausstellung die Frage, wie sich die Rolle von Kunst und Künstler:innen in Zukunft verändert.
Begleitend verlagert das Format „Aquarien im öffentlichen Raum“ die Thematik in den Stadtraum und präsentiert künstlerische Arbeiten an folgenden Orten außerhalb der Putte:
1. Haus der Nachhaltigkeit, Schaufenster (Augsburger Str. 23, 89231 Neu-Ulm)
2. Edwin Scharff Museum, Foyer (Petruspl. 4, 89231 Neu-Ulm)
3. Stadtbücherei Neu-Ulm, Lesesaal (Steubenstraße 19, 89231 Neu-Ulm)
Kevin Lüdicke (*1991) studierte Visuelle Kommunikation an der Universität der Künste Berlin. In seinen Malereien treffen figurative und abstrakte Elemente aufeinander, schaffen surreale Bildräume und unerwartet vertraute Atmosphären. In seinen skulpturalen Arbeiten, u. a. mit Springbrunnen und Wasserspielen, erzeugt er poetische Störungen, die Räume der Begegnung eröffnen und technische Komplexität leicht erscheinen lassen.
Kevin Lüdickes Arbeiten wurden unter anderem bei der Galerie Gegen & Lücke (Berlin) und im Kunstlabor2 (München), BC Gallery (Berlin) und im Meinblau Projektraum (Berlin) gezeigt.
Instagram: kevin_luedicke
Jana Hartmann ist eine bildende Künstlerin, die sich in ihren Langzeitprojekten mit der Beziehung zwischen Natur und Kultur auseinandersetzt. Ihre Arbeiten basieren auf multiperspektivischer Recherche und dem Dialog mit Wissenschaftler*innen und werden sowohl analog als auch digital umgesetzt, vom Photogramm bis zur Photogrammetrie. Sie präsentiert ihre Werke als Künstlerbücher oder in raumspezifischen Installationen unter Einbindung ihres Recherchematerials.
Seit 2012 wurde ihre Arbeit in zahlreichen Ausstellungen u. a. bei der Alfred-Ehrhardt-Stiftung (Berlin), den Darmstädter Tagen der Fotografie, dem Fotografie Forum Frankfurt und dem Museum Giersch (Frankfurt), im Kunst Haus Wien, Center for Visual Arts (Denver, USA) gezeigt.
Instagram: jana.hartmann
Teresa Welte (Terryfied Club) (*1997), studiert seit 2019 Freie Kunst an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe bei Marijke van Warmerdam und John Bock. Ihre künstlerischen Arbeiten basieren auf Details, Bild und Textfetzen ihres alltäglichen Lala. Diese transformiert sie in Installationen aus Objekt, Bild, Bild als Objekt, Bewegtbild und/ oder in performativen Prozessen, geprägt von Konzept und dem Loskommen von Sinn, zieht sich das Thema Fragilität oft in seriellen Strukturen durch ihre Arbeit.
Ihre Arbeiten wurden unter anderem in der Höpfner Stiftung, im Kulturzentrum Orgelfabrik (Karlsruhe), sowie in der Galerie Ebensperger in Berlin gezeigt.
Instagram: terryfiedclub