Eine intervenierende Ausstellung über das Wohnen in drei Akten: Immobilienbesichtigung, Wohnungsübergabe und Hausversammlung. Im Rahmen einer Gruppenausstellung werden die gezeigten Arbeiten zu Immobilien. Zur Vernissage sind die Besucher:innen eingeladen, an einer Immobilienbesichtigung teilzunehmen. Die ausgestellten Werke werden dabei zu Wohnungen auf Zeit.
Im Anschluss besteht die Möglichkeit, eine Wohnung zu beziehen. Entscheidet man sich für eine Arbeit, erhält man ein Exposé, einen Druck der Arbeit sowie einen Schlüssel. Die Mieter:innen treten in ein temporäres Mietverhältnis mit dem Kunstwerk ein.
Im Laufe des Mietzeitraums findet eine Hausversammlung statt. Alle Mieter:innen sind eingeladen, gemeinsam über ihre Wohnungen zu sprechen und die Erfahrungen ihrer temporären Bewohnerschaft zu verhandeln. Welche Beziehung ist zu einer Arbeit entstanden? Was bedeutet es, ein Kunstwerk für kurze Zeit zu bewohnen? Und wie lange möchte man dort wohnen bleiben?
Zwischen Immobilienbesichtigung, Einzug und Hausversammlung thematisiert Probewohnen die sozialen und politischen Bedingungen des Wohnens und überträgt diese auf die Beziehung zwischen Kunstwerk und Besucher:innen.