Eine intervenierende Ausstellung über das Wohnen in drei Akten: Immobilienbesichtigung, Wohnungsübergabe und Hausversammlung. Im Rahmen einer Gruppenausstellung werden die gezeigten Arbeiten zu Immobilien. Zur Vernissage sind die Besucher:innen eingeladen, an einer Immobilienbesichtigung teilzunehmen. Die ausgestellten Werke werden dabei zu Wohnungen auf Zeit.
Im Anschluss besteht die Möglichkeit, eine Wohnung zu beziehen. Entscheidet man sich für eine Arbeit, erhält man ein Exposé, einen Druck der Arbeit sowie einen Schlüssel. Die Mieter:innen treten in ein temporäres Mietverhältnis mit dem Kunstwerk ein.
Im Laufe des Mietzeitraums findet eine Hausversammlung statt. Alle Mieter:innen sind eingeladen, gemeinsam über ihre Wohnungen zu sprechen und die Erfahrungen ihrer temporären Bewohnerschaft zu verhandeln. Welche Beziehung ist zu einer Arbeit entstanden? Was bedeutet es, ein Kunstwerk für kurze Zeit zu bewohnen? Und wie lange möchte man dort wohnen bleiben?
Zwischen Immobilienbesichtigung, Einzug und Hausversammlung thematisiert Probewohnen die sozialen und politischen Bedingungen des Wohnens und überträgt diese auf die Beziehung zwischen Kunstwerk und Besucher:innen.
Changxiao Wang (*1992 in Hebei, China) lebt und arbeitet in Plochingen. Er studierte Freie Kunst an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe bei Prof. Franz Ackermann. Seine Malerei übersetzt fotografische Alltagsmotive aus Konsum- und Alltagswelten in farbintensive, instabile Bildräume, in denen vertraute Formen zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion changieren. Er wird vertreten durch die Galerie Burster und ist seit 2026 Atelierstipendiat der Stadt Plochingen.
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Tim Cobalt Becker (*1995 in Heinsberg) ist Bildhauer und arbeitet schwerpunktmäßig in den Bereichen Skulptur und Installation. Seine künstlerische Praxis ist medienübergreifend und umfasst darüber hinaus Text, Sound und Fotografie. Im Zentrum seiner Arbeiten stehen häufig Fragen nach Wahrnehmung, Erinnerung, Körperlichkeit und dem Verhältnis zwischen innerer und äußerer Wirklichkeit. Geprägt durch seine Ausbildung zum Tischler verbindet er handwerkliche Prozesse mit einer experimentellen und offenen Arbeitsweise. Neben zahlreichen Ausstellungsbeteiligungen und dem Sprint Stipendium 2025 der Höpfner Stiftung entwickelt er kontinuierlich neue Projekte.
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Elisa Rungger (*1997 in Grönen (IT)) nutzt die Malerei als Mittel, Wahrnehmung Realität und zwischenmenschliche Beziehungen zu untersuchen. Ausgehend von alltäglichen Beobachtungen entwickelt sie großformatige Ölgemälde, die zwischen Realität und Inszenierung
oszillieren. Ausstellungen hatte sie unter anderem bei der Galerie Thomas Fuchs Stuttgart, Academy Position Berlin, Talents of CON, Cirlcle of None UK, Chelsea New York (USA).
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Imma (geb. 2001 in Tokio, Japan) lebt und arbeitet in Karlsruhe. Im Mittelpunkt ihrer
künstlerischen Praxis stehen zeitbasierte Medien, darunter Performance, Video und Installation. Ihre Arbeiten wurden u. a. Bei FabrikCulture Hegenheim, Regionale 25 und Orgelfabrik Karlsruhe gezeigt.
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Michele Bolzoni (* in Bergamo geboren, arbeitet in Mailand, Italien). In seiner künstlerischen Praxis verwendet er unterschiedliche Materialien und bildhauerische Techniken. Dabei rückt er das Konzept des „Found Object“ in den Mittelpunkt und untersucht die Bedeutung von Bildern in einer von Medien überprägten Gesellschaft. Auf diese Weise richtet er seinen Blick auf die Ursprünge der Kunst im Menschen – sowohl als Ausdruck eines individuellen Bedürfnisses als auch als Antwort auf ein kollektives Verlangen.
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Ferry Kummich (*2003 In Hoyerswerda, lebt und arbeitet in Karlsruhe) ist ein interdisziplinärer Künstler und Student der Klasse Jeremy Shaw an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe. In seiner Praxis befasst er sich mit Veränderungsphasen des psychischen Todes und der Wiedergeburt, die er in Performance, Installation, Objekt, und Text umsetzt. Seine Arbeiten wurden unter anderem im Botanischen Garten Karlsruhe, Orgelfabrik Karlsruhe und Kunstraum H2 gezeigt.
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Fabian Lutz (*1999 in Ludwigshafen (Rhein) geboren, studiert seit 2021 bei Franz Ackermann und Tatjana Doll freie Kunst an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe. Er entwickelt Ölgemälde, in denen er sich mit städtischen Landschaften und seinem Interesse an Suggestion, Erinnerung und der Vergangenheit leiten lässt. Er präsentierte seine Arbeiten u.a. bei Galerie Burster, Kunstverein Zehnthaus, Donaueschinger Regionale in Karlsruhe, Donaueschingen, Frankfurt, Berlin, St. Gallen (CH) und Athen.
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